Autorius: Valentina Schacht Šaltinis: https://www.compact-online.de/... 2026-10-17 19:55:00, skaitė 66, komentavo 0
Diese Umfrage dürfte vor allem den Ministerpräsidenten Hendrik Wüst in Panik versetzen: Seine CDU bricht dramatisch ein, während die AfD immer stärker wird. Und das in NRW, einem Bundesland, in dem es die Blauen traditionell schwer haben. Möglicherweise haben immer mehr Bürger das neue Buch «101 Gründe, AfD zu wählen» gelesen und sich von den Argumenten überzeugen lassen, ihr Kreuz am rechten Fleck zu setzen. Hier mehr erfahren.
Wäre am Sonntag Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, käme die CDU nur noch auf 26 % – seit der letzten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Frühjahr 2026 ist das ein Verlust von 8 Prozentpunkten. Und ein erheblicher Dämpfer für Hendrik Wüst, dessen – selbst für CDU-Verhältnisse – extrem linker Politikstil von immer mehr Bürgern durchschaut wird. Ganz anders bei der AfD, die schon im Frühjahr mit 17 % ihren bisherigen Rekordwert erzielt hatte. Diesen gelingt es jetzt jedoch zu toppen, mit 21 % wäre die AfD klar stärkste Kraft und legt noch einmal 4 Prozentpunkte zu. Angesichts dieser Entwicklung würde es kaum verwundern, wenn die AfD ausgerechnet im einwohnerstärksten Bundesland Chancen hätte, bei der Landtagswahl im kommenden Jahr auf Platz 1 zu landen.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Hendrik Wüst (CDU). Foto: photocosmos1 I Shutterstock.com.
Bei den übrigen Parteien herrscht indes kaum noch Bewegung: Die SPD stagniert bei 18 %, währed die Grünen (16 %) und Linken (10 %) jeweils einen Zähler zulegen konnten, die FDP würde mit 4 % den Wiedereinzug in den Landtag verfehlten und damit auch im 15. Bundesland den ganz in die außerparlamentarische Opposition antreten. 5 % der Wähler würden zudem für eine Partei votieren, die nicht einzeln aufgeführt ist, darunter dürften vor allem BSW-Anhänger zu finden sein.
Die jüngste Umfrage belegt einmal mehr, dass sich der allergrößte Teil potentieller AfD-Wähler nicht für parteiinterne Streitigkeiten interessiert oder davon gar seine Wahlentscheidung abhängig macht. Ganz gleich, ob personell oder inhaltlich gefochten wird, entscheidet vor allem der Bundestrend – und dort legt die Partei weiter zu, liegt mittlerweile bei etwa 30 % – über den Erfolg oder Misserfolg in einzelnen Ländern. Davon profitiert jetzt auch NRW, denn kein Landesverband ist derzeit zerstrittener, als jener zwischen Rhein und Ruhr, in dem nicht nur ein Kampf zwischen dem liberalen und patriotischen Lager tobt, sondern auch zahlreiche persönliche Fehden, die sich durch beide Lager ziehen, für Außenstehende sind die Konstellationen oftmals nur schwer zu erkennen.
All das bremst aber die blaue Erfolgswelle nicht aus: Ganz gleich, ob die Kommentarspalten von X und Co glühen, für den Wähler ist die AfD ein Protestventil, bei dem im Zweifel auch ein zerstrittener Landesverband den Altparteien vorgezogen wird. Was jedoch kein Grund sein sollte, die innerparteilichen Fronten nicht zu begradigen, denn wenn selbst in NRW in der aktuellen Situation 21 % möglich sind, könnte ein geeinter Verband tatsächlich mittelfristig Richtung 30 % stoßen. Wohlgemerkt: In einem West-Bundesland, in dem die AfD 2022 zur Landtagswahl auf gerade einmal 5,4 % gekommen ist. Die Zeiten haben sich jedoch längst gedreht und solch ein Wert wirkt, obwohl noch nicht einmal fünf Jahre her, mittlerweile wie die Zahl aus einem vergangenen Jahrhundert.
Blau siegt: Wohl auch, weil immer mehr Bürger das neue Buch «101 Gründe, AfD zu wählen» gelesen haben und sich von den Argumenten überzeugen lassen, um ihr Kreuz künftig am rechten Fleck zu setzen. Hier mehr erfahren.